Atelier extended


Das Atelier steht einerseits für den Raum, der Künstler*innen zur Verfügung gestellt werden kann. Zudem verwenden wir `Atelier´ aber auch synonym und übergeordnet für jeden Ort, an dem künstlerisch produziert wird. Das Kurator*innen-Team des ATELIER 10 unterstützt daher auch Kunstschaffende, die außerhalb des klassisch strukturierten Ateliers, z.B. im öffentlichen Raum oder in privater Umgebung arbeiten.

inter~
Arbeiten, die außerhalb des Blickwinkels künstlerischer Fachleute und künstlerisch spezialisierten Plattformen entstehen, bleiben oftmals unerkannt. Sie entstehen möglicherweise beiläufig, spontan, im Verborgenen und sie haben eventuell ein sprödes, untrainiertes und `unschönes´ Erscheinungsbild.
Das Kurator*innen-Team des ATELIER 10 sucht daher den engen Kontakt zu Fachleuten aus Sozialberufen z.B. in Wohngemeinschaften und Werkstätten. Ziel ist, Berufsgruppen aus diesem Bereich für das oft ungewohnte, weitläufige Spektrum der Kunst zu sensibilisieren und den Kontakt mit dem ATELIER 10 zu suchen.
Gerne sehen wir uns zugesendetes Bildmaterial per E.mail an, besuchen Einrichtungen für Beratungsgespräche oder Künstler*innen privat vor Ort.

extern
Außerhalb des Ateliers treten oft Prozesse und Produktionen mit temporärem Charakter in Erscheinung, z.B. in Form von Performance, Streetart oder Environments. Künstlerische und private Sphären bilden hier oft eine untrennbare Einheit. Die Arbeit von > Manfred MUER ist ein anschauliches Beispiel für solche Prozesse. Diese können in Absprache mit den Künstler*innen aufgenommen und das entstandende Material dokumentiert und archiviert werden.
Ein Atelier bildet nur eine von vielen Möglichkeiten für künstlerische Produktionen. Viele Künstler*innen richten sich in ihrem privaten Umfeld ein, in dem sie ihren individuellen Ansprüchen und ihrem eigenen Rhythmus entsprechend arbeiten können. Da so ein Setting oftmals eine weitaus optimalere Situation bietet, ist die Unterstützung des ATELIER 10 nicht kategorisch an einem Aufenthalt in den Räumen des Ateliers gebunden.

Für Künstler*innen, die aufgrund ihrer Lebenssituation, etwa im ländlichen Bereich, keinen Zugang zu Atelierstrukturen finden, gibt es eine fondsgestützte Initiative:

andersART
2017 nahm der Fonds andersART unter der Leitung von Angelica BÄUMER und Tanja SKOREPA seine Arbeit auf. Der von Hans-Peter HASELSTEINER angelegte Fonds hat zur Aufgabe, talentierte Künstler*innen in Österreich zu unterstützen, die aufgrund einer Beeinträchtigung weder staatlich subventionierte Ausbildungsstätten besuchen können, noch in Reichweite eines Ateliers mit sozialem Träger leben.
Die Praxis dieser Initiative ist neuartig und `anders´.
Das Kurator*innen-Team des ATELIER 10 unterstützt die Arbeit dieses Fonds praktisch und in beratender Form.

> www.andersart.net